Das Martingale und Grand Martingale System
Das Spiel ohne System führt im Normalfall zu kleinem Gewinn mit hohem Verlustrisiko. In diesem Teil werden einige Aspekte eines solchen Spieles erläutert. Sehen wir uns mal zwei Beispiele eines sehr progressiven Spieles an, dass auf 18 Feldern gewettet wird. Also einem Spiel, das auf eine sog. Spielfeldstrategie setzt. Die Progression setzt auf eine Verdopplung der Wetten nach jedem Wurf.
Das Martingalesystem verdoppelt die Einsätze nach jedem Wurf. Wir gewinnen nach irgendeinem Wurf und erhalten einen Einsatz als Gewinn. Die Verdopplung sieht folgendermaßen aus: 1-2-4-8-16-32-64-128-256-512. Die Modifikation des Martingalesystems ist das Grand Martingalesystem. Die Erhöhung der Einsätze bei deiesem Modell sieht folgendermaßen aus: 1-3-7-15-31-63-127-255-511. Ein Treffer im Wurf X garantiert einen Gewinn in Höhe von X Einsatz.
Riskiert man bsp. bei den Systemen 500 Wetten, so sind alle Würfe im Verhältnis von 10:9 bezahlt. Dieses Ergebnis bedeutet, dass man sich auf jeden Fall über das Limit des Kasinos erkundigen muss, und eine gefüllte Geldbörse mitbringen sollte. Mit dem Wissen, dass Glück sich im Verhältnis zur Zeit immer ausgleicht, sind Martingalespieler der Ansicht, dass man auf jeden Fall gewinnt, wenn der Spieler viel Geduld mitbringt.
Bei diesem System kann das Spiel nicht in einem beliebigen Moment aufgenommen werden, sondern muss nach einer Serie von Schwarz/Rot, gerade/ungerade Zahlen erfolgen. Aus einer Aufzeichnung nach 155 Würfen mit der Chance auf einen Wechsel ergeben sich folgende Möglichkeiten:
-> 80 Balken mit 2 gleichen Chancen
-> 39 Balken mit 3 gleichen Chancen
-> 19 Balken mit 4 gleichen Chancen
-> 9 Balken mit 5 gleichen Chancen
-> 5 Balken mit 6 gleichen Chancen
-> 2 Balken mit 7 gleichen Chancen
-> 1 Balken mit 8 gleichen Chancen
Wenn wir jedes Mal ein [3x155] Spiel beginnen würden, so könnten wir nach 5 hintereinander vergebenen Chancen, bei einem Einsatz der einer fünffachen Erhöhung der Spielwetten standhält, 3x8 Einsätze gewinnen. Mit dem Grand Martingale würden es 36 [3x12] Einsätze sein. Mit einem Kapital in Höhe einer 7-fachen Progression müsste dieses System sogar bei einem nicht voraussehbaren „Unfall“ einen bleibenden Gewinn bringen.
Gehen wir jetzt in die Spielpraxis über. Festzustellen ist, dass 90% aller Spieler keine professionellen Methoden verwenden und kein System benutzen. Seit Jahren spielen sie immer gleich. Nur selten ändern sie ihren Spielstiel oder probieren etwas Neues aus.
Es ist festzustellen, dass die meisten Spieler das Martingalesystem nicht verwenden, da es zu einem eintönigen Spiel führt und zu geringen Gewinnen nach langen Zeitintervallen führt. Dieses System wird eher von Spielern bevorzugt, die am automatisierten Rouletttisch spielen. Der Vorteil solcher Roulettspiele liegt bei der Wettmöglichkeit. Es ist bsp. erlaubt. auf Schwarz und eine Zahl mit der gleichen Wette zusetzen. Dies zieht besonders junge Spieler und Senioren mit schmalen Geldbörsen an den Tisch. Die Spieler sind davon überzeugt, dass solch ein Spiel sehr Risikoarm ist und das jede 6 Chance gewinnt. Sie setzen sich an den Tisch und ahnen nichts davon, dass der gestrige Gewinn mit einem Wurf verloren gehen kann. Sie gewinnen wieder einige Einsätze, bis es schließlich zur Konfrontation kommt... 1, x2, x4, x8, x16! Gestern haben sie nach etlichen Stunden Kampf 20 Einsätze gewonnen. Nun ist es schwer eine Entscheidung zu fällen. Der Verlust in diesem Wurf könnte die bisherigen Gewinne verschlingen. Eines ist sicher, wenn nicht jetzt dann beim nächsten Wurf, der den 32-fachen Einsatz kostet werden sie aufgeben.