Spielgeschichte
Würfelspiele sind die ältesten Spiele der Menschheit. Deren „Geburtsort“ und Herkunft ist nicht bekannt, und doch haben diese Spiele eine große Vergangenheit.
Sofokles (496 – 406 vor unserer Ära), der griechische Poet ist sich sicher, dass das erste Würfelspiel von Palamedesa während der Belagerung von Troja erfunden wurde. Herodotus (484 vor unserer Ära?), Historiker und Freund von Sofokles, ist der Ansicht, dass das Spiel von asiatischen Ureinwohnern noch deutlich früher gekannt wurde. Während archäologischer Ausgrabungen in Ägypten, wurden ca. 2000 Jahre alte Würfel gefunden. Ähnliche Funde sind sogar schon 6000 Jahre alt. Würfel wurden schon an vielen Orten gefunden und es wird davon ausgegangen, dass weit vor unserer Zeit viele alte Kulturen Würfel gebrauchten.

Damals war das Werfen nicht mit Glück in Verbindung gebracht worden. Die Menschen gingen davon aus, dass die Götter die Würfel lenken. Die Würfel dienten vor allem zur Zukunftsvorhersage. Die römische Göttin Fortuna, Tochter des Zeus (unter Glücksrittern auch unter Glücksdame bekannt) sollte die Wurfergebnisse kontrollieren.
Vor den Quadratwürfel haben die Menschen mit Nüssen, flachen Ästen, Muscheln oder mit Steinen ihr Glück versucht. Angeblich wurden Steine auch von Schamanen und Heilpraktikern verwendet um Antworten auf unerklärbare Fragen und Zukunftsaussichten zu finden. Die Zukunftsvorhersage mit verschiedenen Würfeln ist noch bis heute verbreitet.
Tierknochen waren die nächste evolutionäre Entwicklung in Sachen Würfelspiele. Griechen und Römer benutzten Tierknochen, welche sie dann quadratförmig bearbeitet haben. Die Römer nannten die viereckigen Würfel Taliami oder Astaragaliami. Sechskantige Würfel waren unter dem Namen Tesserami bekannt. Das arabische Wort für Würfel aus Tierknochen hat die gleiche Bedeutung wie die Würfel selbst. Das Würfelspiel wird zum Beispiel auch im Nachbarland Polen mit dem Wort Knochenspiel übersetzt.
Natürlich wurde das Würfelspiel selbst, von Anfang an mit Würfeln gespielt. Die ersten Spiele waren doch recht simpel: Derjenige, der die größte Zahl wirft – gewinnt. Die alten Ägypter haben ihre Widergeburt mit den Würfeln bestimmt. Römer und Griechen waren die echten Spieler. Die römische Regierung verbreitete das Glücksspiel mit Würfeln. Im mittleren Zeitalter kam das Spiel auch ach Europa. Französische Professoren zeigten das Spiel ihren Studenten. In England spielte Richard Löwenherz und König Jan zusammen mit König Henrik den VII, der die Glocken der heiligen Paul Kirche verwettet hat. Würfelspiele wurden in England ab dem 15. Jahrhundert gespielt. Nachdem das Spiel China erreicht hat, verbreitete es sich im 18.Jahrhundert immer schneller. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde es zum elementaren Gesellschaftsspiel. In letzter Zeit entwickelten sich die Würfel mit Hilfe neuer Plastiktechniken immer weiter.
Ob wir mit standardmäßigen sechskantigen oder mit neuartig mehrseitigen Würfeln spielen, ist ganz egal. Würfelspiele bieten weiterhin eine sehr universelle und abwechslungsreiche Spielmöglichkeit für jeden Spieler.